Die Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns in Zahlen

Die Gesundheitswirtschaft ist ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor für Mecklenburg-Vorpommern und hinterlässt deutliche Spuren im Land. Jeder Fünfte arbeitet mittlerweile in der Branche. Jeder siebte Euro an Bruttowertschöpfung entsteht hier. Der Anteil Gesundheitswirtschaft an der Gesamtwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns beträgt 14,6 Prozent, in absoluten Zahlen 5,8 Mrd. Euro. Damit belegt sie hinter Schleswig-Holstein Platz 2 im Bundesländervergleich.

Die Branche gilt seit Jahren als Beschäftigungsgarant und -motor des Bundeslandes. Etwa jeder fünfte Arbeitsplatz, insgesamt 150.000 Erwerbstätige, ist laut der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung – eine jährliche statistische Erfassung der Branche durch das Bundeswirtschaftsministerium – mit der Gesundheitswirtschaft verbunden. Damit ist ihr Anteil an Erwerbstätigen an der regionalen Gesamtwirtschaft so hoch wie in keinem anderen Bundesland.

Die Gesundheitswirtschaft hinterlässt damit nicht nur deutliche (ökonomische) Spuren, sie ist zudem Wachstumstreiber für Mecklenburg-Vorpommern. Das schlägt sich schon jetzt in wesentlichen wirtschaftsstatistischen Kennziffern nieder.

Zudem existiert in Mecklenburg-Vorpommern ein klares Bekenntnis des Landes zur Gesundheitswirtschaft als einem Schwerpunkt der Landesentwicklungspolitik. Dies spiegelt sich nicht nur in der Koalitionsvereinbarung wider, sondern auch in der strukturierten Konzeption des „Masterplan Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern“ und des strategischen Beratungsgremiums Kuratorium Gesundheitswirtschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Deren Aktivitäten werden durch die BioCon Valley® GmbH koordiniert und organisiert.

Spitzenplätze für Mecklenburg-Vorpommern im Bundesländervergleich

Erwerbstätige

Die Gesundheitswirtschaft ist eine wichtige Säule für den Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern und beschäftigt rund jeden fünften Erwerbstätigen (Platz 1: Mecklenburg-Vorpommern: 19,6 %, Platz 2: Schleswig-Holstein: 18,4%,  Bundesschnitt: 16,5%) und damit 150.000 Personen im Land. 

Seit 2009 ist ihr Anteil am Arbeitsmarkt um 2,3 Prozent gewachsen. Deutschlandweit wuchs er um 1,6 Prozent. Der Gesamtarbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern legte in diesem Zeitraum 0,1 Prozentpunkte zu. Seit 2009 kamen 18.000 neue Stellen hinzu.

Bruttowertschöpfung

Der Anteil der Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft an der regionalen Gesamtwirtschaft liegt in Mecklenburg-Vorpommern bei 14,6% (Platz 1: Schleswig-Holstein, 15,2%; Bundesschnitt: 12%). Dies entspricht 5,8 Mrd. Euro. Jeder siebte Euro an Bruttowertschöpfung entsteht in der Gesundheitswirtschaft. Mehr als ein Viertel des Bruttoinlandprodukts Mecklenburg-Vorpommerns hängt von dieser Branche ab.

Weitere statistische Kennziffern für Mecklenburg-Vorpommern

Wachstum

Mit einem Aufwuchs von 1,6 Prozent seit 2009 hat die Branche in dem Bundesland ein signifikantes und konstantes Wachstum. Sie ist damit eine der krisenfesten Branchen.

Ökonomischer Fußabdruck

Die Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns hinterlässt durch regionale und nationale Impulse einen Ökonomischen Fußabdruck in Höhe von 11,9 Mrd. Euro.
Als erstes Bundesland hat Mecklenburg-Vorpommern mit der von der BioCon Valley® GmbH beauftragten Studie „Der ökonomische Fußabdruck der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ im Oktober 2015 bundesweit vergleichbare und valide Zahlen zur Gesundheitswirtschaft vorgelegt.

Zahl der Unternehmen

Geprägt wird die Branche in Mecklenburg-Vorpommern mit rund 12.300 Unternehmen in erheblichem Maße von kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU). Ihr Anteil an der Bruttowertschöpfung der Branche beträgt 69 Prozent. 74 Prozent der Erwerbstätigen der Gesundheitswirtschaft sind in KMU beschäftigt.

Nachholbedarf hat die Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns im Export (2018: 5,5 Prozent Anteil der Exporte an der regionalen Gesamtwirtschaft; in absoluten Zahlen 0,7 Mrd. Euro) sowie in der sogenannten Industriellen Gesundheitswirtschaft (2018: 9,5 Prozent Anteil der Bruttowertschöpfung an der regionalen Gesundheitswirtschaft; in absoluten Zahlen 0,6 Mrd. Euro absolute Bruttowertschöpfung).

Alle oben genannten Zahlen stammen aus: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi); Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (GGR), Ausgabe 2019; Berechnungen: WifOR. Betrachtungszeitraum: 2018.