Die Gesundheitswirtschaft Mecklenburg- Vorpommerns in Zahlen

Die Gesundheitswirtschaft ist ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor für Mecklenburg-Vorpommern und hinterlässt deutliche Spuren im Land. Jeder Fünfte arbeitet mittlerweile in der Branche. Jeder siebte Euro an Bruttowertschöpfung entsteht hier. Der Anteil Gesundheitswirtschaft an der Gesamtwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns beträgt 15 Prozent, in absoluten Zahlen 5,6 Mrd. Euro. Damit belegt sie zusammen mit Schleswig-Holstein Platz 1 im Ländervergleich.

Die Branche gilt seit Jahren als Beschäftigungsgarant und -motor des Bundeslandes. Etwa jeder fünfte Arbeitsplatz, insgesamt 146.000 Erwerbstätige, ist laut der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung – eine jährliche statistische Erfassung der Branche durch das Bundeswirtschaftsministerium – mit der Gesundheitswirtschaft verbunden. Damit ist ihr Anteil an Erwerbstätigen an der regionalen Gesamtwirtschaft so hoch wie in keinem anderen Bundesland.

Die Gesundheitswirtschaft hinterlässt damit nicht nur deutliche (ökonomische) Spuren, sie ist zudem Wachstumstreiber für Mecklenburg-Vorpommern. Das schlägt sich schon jetzt in wesentlichen wirtschaftsstatistischen Kennziffern nieder.

Zudem existiert in Mecklenburg-Vorpommern ein klares Bekenntnis des Landes zur Gesundheitswirtschaft als einem Schwerpunkt der Landesentwicklungspolitik. Dies spiegelt sich nicht nur in der Koalitionsvereinbarung wider. Sie bildet eine der Zukunftsbranchen mit überdurchschnittlichem Wachstumspotential.

Spitzenplätze für Mecklenburg-Vorpommern im Bundesländervergleich

Anteil der Erwerbstätigen

in der Gesundheitswirtschaft an der regionalen Gesamtwirtschaft (in Prozent): 19,6

(Platz   2: Schleswig-Holstein, 18,4%,  Platz 16: Hamburg, 14,3%,  Bundesschnitt: 16,5%)

Dies entspricht etwa jedem fünften Arbeitsplatz. Die Gesundheitswirtschaft ist starker Impulsgeber und zugleich Jobmotor für den Arbeitsmarkt, seit 2014 kamen 11.400 neue Stellen hinzu.

Anteil der Bruttowertschöpfung

der Gesundheitswirtschaft an der regionalen Gesamtwirtschaft (in Prozent): 15,0%

(Platz 2: Schleswig-Holstein, ebenfalls 15,0%,  Platz 16: Hamburg, 10,1%, Bundesschnitt: 8,4%)

Mehr als ein Viertel des Bruttoinlandprodukts Mecklenburg-Vorpommerns hängt von dieser Branche ab.

Weitere statistische Kennziffern

Erwerbstätige (absolut): 146.000 Personen

Bund: 7,2 Mio. Personen

Die Gesundheitswirtschaft ist eine wichtige Säule für den Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern und beschäftigt rund jeden fünften Erwerbstätigen (19,6 Prozent). Seit 2006 ist ihr Anteil am Arbeitsmarkt um 1,7 Prozent gewachsen. Deutschlandweit wuchs er um 1,6 Prozent. Der Gesamtarbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern legte in diesem Zeitraum 0,1 Prozentpunkte zu.

Bruttowertschöpfung (absolut): 5,6 Mrd. Euro

Bund: 51,3 Mrd. Euro

Mehr als jeder siebte Euro an Bruttowertschöpfung entsteht in der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Wachstum: 4,4 Prozent seit 2006

Damit hat die Branche in dem Bundesland ein höheres Wachstum als im Bund, wo sie seit 2006 um 3,8 Prozentpunkte zulegte. Zum Vergleich: Die Gesamtwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns ist im selben Zeitraum um 2,5 Prozent gewachsen.

Ökonomischer Fußabdruck

Die Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns hinterlässt durch regionale und nationale Impulse einen Ökonomischen Fußabdruck in Höhe von 11,9 Mrd. Euro.
Als erstes Bundesland hat Mecklenburg-Vorpommern mit der von der BioCon Valley® GmbH beauftragten Studie „Der ökonomische Fußabdruck der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ im Oktober 2015 bundesweit vergleichbare und valide Zahlen zur Gesundheitswirtschaft vorgelegt.

Zahl der Unternehmen (absolut): 12.300

Geprägt wird die Branche in Mecklenburg-Vorpommern in erheblichem Maße von kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU). Ihr Anteil an der Bruttowertschöpfung der Branche beträgt 69 Prozent. 74 Prozent ist der Anteil der KMU an den Erwerbstätigen.

Nachholbedarf hat die Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns im Export (0,5 Mdr. Euro in 2016) sowie in der sogenannten Industriellen Gesundheitswirtschaft.

Alle oben genannten Zahlen stammen aus: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi); Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (GGR), Ausgabe 2017; Berechnungen: WifOR. Betrachtungszeitraum: 2016