Gütesiegel vergeben: Österreichs erster Heilwald nach MV-Standards

Eine Idee geht um die Welt: BioCon Valley® GmbH ermöglichte, dass in Österreich nun 53 Hektar Wald für Prävention und Therapie bereitstehen.

Foto: Jan Schmidt und Dr. Anne Rabes von der „Internationalen Zertifzierungsstelle Heilwald“ der BioCon Valley® GmbH übergeben das Gütesiegel an Dominik Mühlberger (vlnr.) vom Bundesforschungszentrum Wald der Repubik Österreich. Foto: Doris Weinberger

Die Internationale Zertifizierungsstelle Heilwald der BioCon Valley® GmbH, dem Netzwerk der Gesundheitswirtschaft für Mecklenburg-Vorpommern, hat den ersten Heilwald in Österreich zertifiziert. Das von Experten der Zertifizierungsstellte begutachtete, ca. 53 Hektar große Waldgebiet gehört zum Benediktinerstift Göttweig in Niederösterreich und ist der erste Heilwald in der Alpenrepublik.

Um ihre Eignung für therapeutische Zwecke nachzuweisen und als Heilwald anerkannt zu werden, müssen Waldgebiete besondere, festgelegte Standards erfüllen. Die Idee und Konzeption von Heilwäldern ist in Mecklenburg-Vorpommern maßgeblich entwickelt und umgesetzt worden. So wurden hier seit 2017 bislang drei Heilwälder geschaffen. Im Jahr 2021 hat die vom Land unterstützteInternationalen Zertifizierungsstelle Heilwald“ der BioCon Valley® GmbH (IZH) ihre Arbeit aufgenommen.

Am 9. September war es soweit: Unsere beiden Kollegen der IZH, Dr. Anne Rabes und Jan Schmidt, haben das Gütesiegel an das Stift vergeben. Damit wird dem Waldgebiet – basierend auf Gutachten von Experten – durch die IZH bescheinigt, besonders geeignet für Prävention und Therapie von erkrankten Menschen zu sein. Hierfür müssen Waldgebiete spezielle, international gültige Standards erfüllen. Die Idee und Konzeption von Heilwäldern ist in Mecklenburg-Vorpommern (MV) maßgeblich entwickelt und umgesetzt worden. So wurden hier seit 2017 bislang drei Heilwälder geschaffen.

Der erste Heilwald Österreichs gehört zu dem im Jahr 1083 gegründeten Benediktinerstift Göttweig. Dieses liegt 80 Kilometer westlich von Wien weithin sichtbar über dem Donautal. Seit dem Jahr 2000 ist es Weltkulturerbe und wird getragen von einer Gemeinschaft von 40 Mönchen. Seit mehr als 900 Jahren pflegen und bewirtschaften die Benediktiner den ca. 5000 Hektar großen Wald. Ein Teil dieser Fläche wird zukünftig als Heilwald genutzt. Eine seiner Besonderheiten besteht darin, dass er über 50 Baumarten aus aller Welt beherbergt. Insbesondere der Bestand an Mammutbäumen ist einer der größten in Europa.

Hauptnutzer des ersten Heilwaldes der Alpenrepublik werden Patienten eines benachbarten Ärztezentrums sein. Zielgruppe sind zudem Freizeitsportler, Touristen, Erholungssuchende, Entspannungssuchende und religiös Interessierte.

Die IZH hat eine enge Kooperation mit Institutionen in Österreich aufgebaut, um den ersten Heilwald in der Alpenrepublik zu ermöglichen. Hier sind vor allem das Bundesforschungszentrum Wald, die IMC Fachhochschule Krems und die International Society for Forest Therapy mit Sitz in Krems zu nennen.

Zur englischsprachigen Website der IZH.