Die fünf strategischen Gestaltungsfelder

  • Life Science
  • Gesundheitsdienstleistungen
  • Gesundes Alter(n)
  • Gesundheitstourismus und
  • Ernährung für die Gesundheit

sind durch einige Themenfelder eng miteinander verzahnt. Sie bieten das Potenzial, durch eine gestaltungsfeldübergreifende Zusammenarbeit neue Ideen für Produkte und Dienstleistungen zu generieren. 

RosalieKlotz

Projektmanagerin Gesundheitswirtschaft // Geschäftsstelle Kuratorium Gesundheitswirtschaft & Internationales


+49 381 65 07 09 56

Download Masterplan Gesundheitswirtschaft MV 

Gestaltungsfeld "Gestaltungsfeldübergreifende Handlungsfelder"

Gestaltungsfeldübergreifende Handlungsfelder

Ausbildung, Weiterbildung, Fachkräftegewinnung

Entwicklungsziele

  1. Der Ausbau und die transparente Kommunikation der Karrierechancen in der Gesundheitswirtschaft in MV und allgemein
  2. Die Etablierung neuer,  multifunktionaler Berufsfelder durch entsprechende Bildungsangebote mithilfe verbesserter Aus- und Weiterbildungsstrukturen

Handlungsfelder

Handlungsfeld 1 - Fachkräftegewinnung ( Steigerung der Standort- und Berufsattraktivität)
 Wichtiger Bestandteil der Fachkräftegewinnung ist die Förderung der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte aus dem Ausland unter Berücksichtigung des Aspektes der nachhaltigen Integration. Bei der internationalen Anwerbung von Gesundheitsfachkräften wird zudem die Einhaltung des globalen Verhaltenskodex der WHO. Die Durchführung von Studien- und Weiterbildungslehrgängen in englischer Sprache sowie Partnerschafts- und Austauschprogramme unterstützen die Vernetzung und Internationalisierung der Gesundheitsbranche als Grundlage zur Gewinnung ausländischer Fachkräfte.
Um auch inländisch Nachwuchskräfte anzuziehen, muss die Attraktivität von Gesundheits- und Serviceberufen in MV gesteigert werden, bspw. durch die Erhöhung des Gehaltsniveaus zur Bindung und Motivation von Mitarbeitern Besonders die Attraktivität der Pflege- und Therapieberufe könnte auch durch flexiblere Arbeitszeitmodelle oder die Akademisierung dieser Berufe erhöht werden.
 
Handlungsfeld 2 - Aus- und Weiterbildung (Qualifizierung)
 Landespolitisch koordinierte Rahmenbedingungen sollen für die Etablierung weiterer Studien- sowie Weiterbildungslehrgänge im gesundheitswirtschaftlichen Bereich schaffen. Auf dieser Grundlage können neue fachkräftesichernde Bildungsangebote in MV entwickelt werden, bspw. Lehrgänge im Bereich der Medical Device Regulation. Auch die Förderung des dualen Studiums mit einem Schwerpunkt im Bereich 
Digital Health muss vor dem Hintergrund der digitalen Transformation vorangetrieben werden. Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Data Science und Data Health sind in den fach- und hochschulischen Angeboten der Wissenschaften im Land attraktiver auszurichten. Digitales Methodenwissen soll bspw. besonders in Hinblick auf die Gesundheitswirtschaft integrativ in qualifizierende Module eingebunden werden. 
Dabei soll sich die weitere Modularisierung nicht nur auf Studien- sondern auch auf Weiterbildungsangebote erstrecken, um Qualifizierungsprozesse unabhängig vom Bildungsniveau flexibler zu gestalten.
 
Handlungsfeld 3 - Karrierechancen und Personalbindung
 Eine Sensibilisierung in Bezug auf die Ausbildung, Gewinnung und Bindung von Fachkräften sollte sich verstärkt in den Maßnahmen der Wirtschafts- und Ausbildungsförderung auf Landesebene widerspiegeln.
Zur Personalbindung trägt nicht nur die attraktive Gestaltung der Arbeitskonditionen bei, sondern auch das Aufzeigen der unterschiedlichen Karriereentwicklungsmöglichkeiten, bspw. durch die Darstellung von „Career Tracks“ in der Gesundheitswirtschaft von MV. In diesem Zusammenhang ist auch die Möglichkeit der Fachkräfteentwicklung durch Umschulungen interessant, um die branchenübergreifende Fachkräftewanderung innerhalb des Bundeslandes zu stärken. Studien- und Forschungseinrichtungen müssen sich eng mit den Unternehmen und Akteuren der Gesundheitswirtschaft verzahnen, um den direkten Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in Bezug auf Personalentwicklungsund Karrieremöglichkeiten zu fördern.

 

Meilensteine

kurzfristig 
 
  • Implementierung eines innovativen Marketingkonzepts zur Fachkräftegewinnung im Bereich Kur- und Heilwälder
  • Ausbildungsbefugnis für Rehaeinrichtungen
  • Schulgeldfreiheit und angemessene Ausbildungsvergütung
  • Erarbeitung und Veröffentlichung von „Career Tracks“
 
mittelfristig
 
  • Durchführung von Projekten/ Kampagnen zur Intensivierung des Standortmarketings für die Gesundheitsbranche von MV
  • Etablierung fächerübergreifender Bildungsangebote zur Qualifizierung multiprofessioneller Fachkräfte
 
langfristig
 
  • Aufbau eines marktorientierten „Virtuellen Bildungscampus MV“
 

 

 

Digitale Transformation

Entwicklungsziele

  1. Umsetzung langfristig tragfähiger Digitaler Transformationen mit dem Menschen im Mittelpunkt
  2. Vermittlung von digitalen Kompetenzen und die Förderung der Innovationsbereitschaft bei Fachkräften, aber auch in der Bevölkerung
  3. Gründung eines Kompetenzzentrums „KI in der Gesundheitswirtschaft“ zur Vernetzung der Akteure und Konzentration von Expertenwissen
  4. Gründung eines Kompetenzzentrums „Digitalisierung im Gesundheitswesen” zur Bündelung von Expertenwissen und als zentrale Koordinierungsstelle
  5. Förderung und Umsetzung cross-funktionaler Projektideen zwischen unterschiedlichen Gestaltungsfeldern der Gesundheitswirtschaft

Handlungsfelder

Handlungsfeld 1 - Organisation - Struktur - Vernetzung - Kommunikation
 Eine strategische, landesweite Umsetzung der Digitalen Transformation in der Gesundheitswirtschaft erfordert eine Bündelung von Ressourcen und Expertenwissen sowie eine zentrale Koordination. Von besonderer Bedeutung sind hierfür die Themen KI sowie die Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung. Für die strategische, koordinierte Entwicklung in diesen Themenfeldern wird jeweils ein Kompetenzzentrum als zentrale Plattform für die Koordination, Vernetzung und Bündelung der Expertise eingerichtet. Durch die Einbindung aller Gestaltungsfelder sollen insbesondere sektorenübergreifend Lösungen 
entwickelt sowie Synergiepotenziale genutzt werden.
 
Handlungsfeld 2 - Personelle Voraussetzungen udn Bildungsinfrastruktur
 Digitale Kompetenzen aller Fachkräfte in der Gesundheitswirtschaft sind eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung der Digitalen Transformation. Schwerpunkt in diesem Handlungsfeld ist der Aufbau und die Umsetzung eines Rahmenwerkes für die Vermittlung digitaler Kompetenzen für Fachkräfte, insbesondere im Gesundheitswesen.
 
Handlungsfeld 3 - Digitale Anwendungen Dienste und Vorhaben/Projekte
 In diesem Handlungsfeld sollen durch Inanspruchnahme der im Handlungsfeld 1 aufgebauten Strukturen und Netzwerke sektorenübergreifend Projekte entwickelt werden. Grundsätzlich ist die Projektentwicklung themenoffen und sollte auf konkrete Bedarfe der Akteure basierend entwickelt werden.

 

Meilensteine

kurzfristig 
 
  • Durchführung von Projekten/ Kampagnen zur Intensivierung des Standortmarketings für die Gesundheitsbranche von MV
  • Aufbau eines Digital Health Hub MV
  • Kompetenzzentrums KI in der Gesundheitswirtschaft
  • Konzept zur Vermittlung von Digitalen Kompetenzen in Gesundheitsberufen
  • Umsetzung der Inhalte mit Bezug zum Krankenhauszukunftsgesetz
 
mittelfristig
 
  • Kompetenzzentrum KI und DHH-MV: landesweite Vernetzung der Akteure erreicht
  • Vermittlung Digitaler Kompetenzen in Studiengängen und Gesundheitsberufen umgesetzt
  • Telemedizinische Netzwerkstrukturen mit ersten PilotanwendungenTelemedizinische Netzwerkstrukturen mit ersten Pilotanwendungen
 
langfristig
 
  • Durchführung von Projekten mit Relevanz für das Land
  • Vermittlung Digitaler Kompetenzen in Studiengängen und Gesundheitsberufen
  • Ausbau der Technologien 5G und IoT
  • Ein funktionierendes Netzwerk von IT-Unternehmen in der Gesundheitswirtschaft ist etabliert
 

 

 

Innovation, Technologietransfer

Entwicklungsziele

  1. Stärkung des Innovationsklimas und der Innovationsbereitschaft
  2. Stärkung und Verstetigung von Technologietransferstrukturen auf Basis einer landesweiten Transfer-Strategie
  3. Steigerung der Gründungsdynamik und Vermittlung von KnowHow-Trägern für junge Firmen

 

Handlungsfelder

Handlungsfeld 1 - Technologietransfer im Land analysieren
 Der Status des Technologietransfers in MV ist sehr vielfältig und verteilt sich derzeit auf zahlreiche verschiedene Einrichtungen mit unterschiedlicher fachlicher Ausrichtung. Dazu zählen etablierte Einrichtungen zur Förderung des Technologietransfers. Diese Einrichtungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung junger Unternehmen. Hervorzuheben ist, dass ein Teil dieser Einrichtungen projektgebunden ist, d. h. deren Aktivität meist wenige Jahre durch öffentliche Mittelgeber finanziert ist. Damit ist der Aufbau eines auf Vertrauen basierenden Netzwerks von Forschern und Unternehmern bereits limitiert, der Wechsel von 
Kompetenzträgern vorprogrammiert und damit ein auf hoher Qualität, Vertrauen und Kompetenz beruhender Technologietransfer in MV schwieriger zu realisieren. Um der Zielstellung dauerhafter und nachhaltiger Transferstrukturen im Land gerecht zu werden und um die Transferpotenziale optimal auszuschöpfen, ist daher zunächst eine systematische Analyse der vorhandenen Strukturen und Unterstützungsleistungen erforderlich.
 
Handlungsfeld 2 - Transferstrategie entwickeln und umsetzen
 Die Ergebnisse des Transfer-Audits bilden die Grundlage für eine fundierte Konzeptentwicklung zur zukünftigen Gestaltung des Technologietransferprozesses in MV (Transferstrategie). Ein solches Konzept kann die organisatorische Gestaltung der Transfereinrichtungen, Leitbilder, Instrumente und Anreizmechanismen, Kompetenzprofile sowie die Einbeziehung von Praxispartnern aus Unternehmen umfassen. Zudem 
könnten die Ergebnisse unmittelbar genutzt werden, um die vielfältigen Strukturen adressatengerecht zu kommunizieren. 
Die Transferstrategie soll auf existierenden Strukturen, Instrumenten und Aktivitäten aufbauen und diese bedarfsgerecht stärken, ohne Parallelstrukturen zu schaffen. Vorstellbar sind in diesem Zusammenhang die Etablierung von Transferzentren mit einem klaren thematischen Profil und entsprechenden Inkubator- und Akzelerator-Programmen.
 
Handlungsfeld 3 - Aufbau und Wachstum innovativer Unternehmern unterstützen
 Unternehmen und Start-ups sind auf dem Weg der Produktentwicklung, -etablierung und -zertifizierung vor allem in den Bereichen der Medizintechnik, E-Health, Gesunde Ernährung und Life Science durch Innovationsförderung zu unterstützen, um den Standort MV zukunftssicherer aufzustellen. 
Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg junger und innovativer Start-ups sind Unterstützungsangebote, die über die Phase der unmittelbaren Unternehmensgründung hinausgehen und bei der Etablierung auf dem Markt während der ersten Jahre helfen. Die Erfahrung zeigt, dass bestehende Instrumente im Land – trotz des vorhandenen Verbesserungspotenzials – bis zur Gründung oder unmittelbar davor, relativ gut funktionieren.
Eine neue Technologie oder ein neues Produkt allein bedeuten jedoch noch keinen wirtschaftlichen Erfolg. Insbesondere in der Aufbau- und Wachstumsphase junger Unternehmen braucht es fundiertes betriebswirtschaftliches Wissen, um Geschäftsmodelle und Marketingstrategien zu erarbeiten und anzupassen sowie erfahrene Mentoren, die die Bedarfe und Bedingungen in internationalen Märkten einschätzen und gezielt Ansprechpartner vermitteln können. Eine Förderung entsprechender Leistungen zur Unterstützung der Markteinführung könnte helfen, diese Hemmnisse zu überwinden.
Handlungsfeld 4 - Gründerkultur stärken
 Das Handlungsfeld „Gründerkultur stärken“ bildet eine Klammer um die übrigen drei Handlungsfelder. Es beschreibt die Herausforderungen und Maßnahmen, die erforderlich sind, um ein System zu schaffen, in dem ein aktiver Gründergeist geweckt wird, sich entfalten kann und zielgerichtet unterstützt wird. Dazu wird bereits jetzt eine Reihe von Instrumenten erfolgreich genutzt. Diese gilt es fortzuführen, weiterzuentwickeln und an geeigneter Stelle mit weiteren Angeboten zu ergänzen.

 

Meilensteine

kurzfristig 
 
  • Ergebnisse des Transferaudits liegen vor
  • Transferstrategie wurde erarbeitet
  • Konzept „Budget für Talente”
  • Umsetzung eines Transfer- und Gründungs-Monitorings im Land
 
mittelfristig
 
  • Transferzentren wurden etabliert
  • Vereinfachung der europäischen Fonds, insbesondere der EFRE-Förderinstrumente im Land
  • Konzept „Budget für Talente” wurde erarbeitet
  • Umsetzung eines Transfer- und Gründungs-Monitorings im Land
 

 

 

Internationalisierung der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern

Entwicklungsziele

  1. Umkehrung des Trends der steigenden Abhängigkeit
  2. Steigerung der Bruttowertschöpfung durch den Außenwirtschaftsbereich
  3. Langfristige Etablierung und Stärkung der Gesundheitsmarke MV auf international relevanten Märkten

 

Handlungsfelder

Handlungsfeld 1 - Internationalisierungsstrategie
 Ein landesweit einheitliches und in die Ziele des Masterplans 2030 eingebundenes Gesamtkonzept für die Gesundheitswirtschaft soll der Ausgangspunkt aller strategischen Maßnahmen zur Unterstützung der Internationalisierung der Zukunftsbranche für MV sein. Es bildet die Grundlage des Handelns im Bereich der Außenwirtschaft der Gesundheitswirtschaft. Dabei muss es stets an die sich teilweise weltweit rasant ändernden ökonomischen Veränderungen angepasst werden.
Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie wird eine Fokussierung auf Bereiche und Regionen, die sich in den vergangenen Jahren als besondere Wachstumsfelder weltweit herauskristallisiert haben, empfohlen.
Handlungsfeld 2 - Ressortübergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung
 Die im Land bereits bestehenden Strukturen zur Unterstützung der Internationalisierung sollen weiterhin intensiv genutzt werden und auf den erfolgreichen Aktivitäten aufbauen. Dies umschließt die Organisation von Delegationsreisen, internationalen Fachveranstaltungen und die Förderung von Messebeteiligungen. Die Aufnahme von digitalen Messeauftritten in das Förderinstrumentarium des Landes sollte unter 
Rücksichtnahme auf die aktuellen Entwicklungen geprüft werden. Um eine positive Entwicklung der internationalen Aktivitäten zu forcieren, ist ein intensiver Austausch zwischen den relevanten Akteuren im Land (bspw. Außenwirtschaftskreis des Landes, IHKs, Enterprise Europe Network MV,) unabkömmlich.
Handlungsfeld 3 - Repräsentanzen der Gesundheitswirtschaft im Ausland
 Um Unternehmen aus MV in ihren Internationalisierungsaktivitäten, z. B. beim Markteintritt zu unterstützen, ist die Etablierung von Repräsentanzen der Gesundheitswirtschaft des Landes MV in den jeweiligen Zielländern zu prüfen und ggf. zu unterstützen. Zudem sollten Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Bundesländern, beispielsweise in Dubai mit dem Hamburg Representative Office, berücksichtigt werden. Die Aufgabe der Repräsentanzen der Gesundheitswirtschaft kann dementsprechend in der Unterstützung von Unternehmen bei ihren außenwirtschaftlichen Aktivitäten in den jeweiligen Zielländern liegen. Sie könnten allerdings auch Werbung für Ansiedlungen und Investitionen in MV übernehmen. Letzteres setzt eine enge Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderern in MV voraus.

 

Meilensteine

kurzfristig 
 
  • Informationsaustausch mit allen Akteuren
  • Ab 2021: Beginn an den Arbeiten zu einer Gesamtstrategie zur Internationalisierung der Gesundheitswirtschaft MV durch die BioCon Valley® GmbH
 
mittelfristig
 
  • Aufbau von relevanten Kontaktstellen in Zielmärkten (siehe Handlungsfeld 1) Aus dem Masterplan 2030 ergeben sich strategische Cluster
  • Ab 2021 Beginn an den Arbeiten zu einer Gesamtstrategie zur Internationalisierung der Gesundheitswirtschaft MV durch die BioCon Valley® GmbH
 
langfristig
 
  • Aufbau von relevanten Kontaktstellen in Zielmärkten (siehe Handlungsfeld 1)
  • Steigerung der Exportquote
 
 

 

 

Nachhaltigkeit/ Biologische Transformation

Entwicklungsziele

  1. Unterstützung der gesamten Gesundheitswirtschaft in MV bei der biologischen Transformation
  2. Etablierung einer Kreislaufwirtschaft in der Branche mit Stoffkreisläufen auf Basis vorhandener Rohstoffe
  3. Beachtungn des Zusammenspiels der Gesundheit von Tier, Mensch und Umwelt („One-Health-Ansatz)

Handlungsfelder

Handlungsfeld 1 - Landes-Bioökonomiestrategie
 Für eine lebenswerte Zukunft sind Innovationen notwendig, die Umweltaspekte, wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessen berücksichtigen. Dieser Ansatz wird auch in MV erfolgreich verfolgt. Die Forschungsund Arbeitsschwerpunkte in den bioökonomisch wesentlichen Handlungsfeldern wurden in den letzten Jahrzehnten durch kreative Arbeit der Akteure in Wissenschaft und Praxis in MV regional unterschiedlich gesetzt. Um die hier bereits etablierten Strukturen, Verbünde und Forschungsergebnisse im Bereich der Bioökonomie weiterzuentwickeln und zu festigen, bildet eine zu erarbeitende gemeinsame Bioökonomie-Strategie mit einem breiten gesellschaftlichen Konsens für das Bundesland MV die Grundlage.
 
Handlungsfeld 2 - "One-Health-Konzept"
 Die Gesundheit der Menschen ist untrennbar mit der Gesundheit der Tiere und der Umwelt verbunden. Nachhaltigkeit in der Gesundheitswirtschaft basiert daher auf der Wahrung der Gesundheit aller Bereiche. Dies ist der Grundgedanke des „One-Health-Konzepts“. Beschleunigte Umweltveränderungen, die zunehmende Dichte der menschlichen Bevölkerung, die Ausbreitung der Lebensräume von krankheitsübertragenden Tieren sowie die höheren Kontaktraten von Mensch und Tier fördern das Auftreten und die Verbreitung neuer Krankheiten und Erreger. Um die Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig zu gewährleisten, ist es demnach erforderlich, die menschliche Gesundheit, die tierische Gesundheit, die Umwelt, die Landwirtschaft sowie die Lebensmittelsicherheit und Ernährungssicherheit in einem gemeinsamen Kontext zu betrachten.
 
Handlungsfeld 3 - Voraussetzungen udn Rahmenbedingungen
 Um eine nachhaltige Strategie verfolgen zu können, sind im Vorfeld die entsprechenden Voraussetzungen und Rahmenbedingungen zu schaffen. Da das Querschnittsfeld „Nachhaltigkeit/ biologische Transformation“ sektoren- und branchenübergreifend angelegt ist, müssen auch im Innovationsprozess sektorale Grenzen überschritten werden. So reichen Wertschöpfungsketten der Bioökonomie von der 
landwirtschaftlichen Urproduktion über die verarbeitende Wirtschaft unter Einbeziehung von Dienstleistungen bis zur Entsorgungswirtschaft. Dabei werden die Ressourceneffizienz und präventive Ansätze zur Ressourceneinsparung berücksichtigt. Entlang dieser Wertschöpfungsketten müssen Förderstrukturen themenübergreifend ausgerichtet werden.

 

Meilensteine

kurzfristig 
 
  • Eine interministerielle Arbeitsgruppe mit Verbindlichkeiten ist etabliert 
  • Untersuchungen zur Resilienz in Abhängigkeit von Ernährungsmustern und Ernährungsumgebung sind durchgeführt 
  • Voraussetzungen zur Schaffung eines angenehmen Ess-Ambientes in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung sind geschaffen
  • Notfallpläne für epi- oder pandemische Infektionsereignisse sind konzipiert und umgesetzt
  • Initiierung von Forschungsprojekten zu multiresistenten Keimen sowie neuen und neu auftretenden veterinär- und humanmedizinisch relevanten Viren 
  • Bioökonomiestrategie für das Land MV ist erstellt und Kriterien zur Bewertung bioökonomischen Handelns sind erarbeitet
 
mittelfristig
 
  • Konzepte zur Abfallvermeidung bzw. zur bioökonomischen Reststoffverwertung sind in allen öffentlichen Einrichtungen umgesetzt
  • Warn- und Monitoringsysteme sind entwickelt und umgesetzt
  • Angebote für Kinder- und Jugendsport sind ausgeweitet und die Zielgruppe wird durch gezieltes Marketing angesprochen
  • Fördermöglichkeiten für die Translationsforschung wurden etabliert
  • Bioökonomiespezifische Aus- und Weiterbildungen und Entrepreneurship-Inhalte für Studiengänge sind konzipiert und etabliert
  • Interministerielle Wettbewerbe mit Übernahme der Ergebnisse in die Praxis
 
langfristig
 
  • Handlungsleitlinien der Bioökonomiestrategie sind bis 2030 umgesetzt
  • Intersektorale Förderstrukturen (z. B. Ideenwettbewerb) sind etabliert