Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft 2019

Die Gewinner des Ideenwettbewerbs Gesundheitswirtschaft

Im Januar 2019 hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit MV den diesjährigen Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft ausgeschrieben. Am 03. Juni 2019 wurden insgesamt sechs Projektideen mit einem Gesamtvolumen von knapp 1,2 Millionen Euro durch den Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, Harry Glawe, in Rostock ausgezeichnet und für eine Förderung vorgeschlagen.

 „Die Sieger-Projekte zeichnen sich durch die Entwicklung innovativer Lösungsansätze und neuartige Verfahren und Produkte in der Gesundheitswirtschaft aus. Hier schlummert enormes Potenzial, die Verfahren und Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen. Die Siegerbeiträge der vergangenen Jahre haben dazu beigetragen, viele kleinere und größere Vorhaben in der Gesundheitswirtschaft umzusetzen, um das Angebot an gesundheitsfördernden  Produkten und Dienstleistungen im Land qualitativ zu erweitern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. 
 
Die Ideen spiegeln die Vielfalt der Gesundheitswirtschaft wieder und befassen sich mit der Analyse von Nierenzellen, einem TÜV für Krebsdiagnostik, der Optimierung von Wirbelsäulen-Therapien, der Desinfektionen für Katheter und Hände sowie der Einrichtung eines Gesundheitslotsen.
 

PEMP – innovative und schnelle Quantifizierung der Nierenstruktur

NIPOKA aus Greifswald

Das Analyseverfahren erlaubt erstmals, schnell, exakt und quantitativ die Veränderungen einer speziellen Zelle in der Niere, die in 80 Prozent aller Nierenerkrankungen verändert ist, zu bestimmen. Durch diese neue Kennzahl ist nun eine gezieltere Forschung und effiziente Entwicklung von heilenden Medikamenten möglich geworden. Zudem erlaubt dieses Verfahren eine sehr genaue und personalisierte Diagnostik in der Nephrologie. In der Projektlaufzeit wird eine Marketingstrategie entwickelt, um das Verfahren im Rahmen einer Dienstleistung Forschungsinstituten, Kliniken und Pharmafirmen international anzubieten.

www.nipoka.com

TÜV für Krebsdiagnostik

SensID GmbH aus Rostock

Das Unternehmen befasst sich unter anderem mit der Entwicklung und Herstellung von Referenzmaterialien für die Gendiagnostik bei Krebserkrankungen. Alle  Diagnosemethoden hängen letztlich von der Qualität ihrer Kontrollen ab. Durch die Bereitstellung zertifizierter Referenzmaterialien kann die Qualität molekularer Diagnosemethoden verbessert werden. Somit soll ein Beitrag geleistet werden, Patienten eine optimale Therapie anzubieten. SensID hat hierfür Lösungen entwickelt, die am internationalen Markt vertrieben werden sollen. Die Produkte sollen gesicherte Aussagen zur Erkrankung und den entsprechenden Therapiemöglichkeiten ermöglichen. Sie werden gezielt deutschen und internationalen Uni-Kliniken, Medizinische Versorgungszentren und Diagnostiklabore angeboten.

www.sens-id.com

SpinePatch – Entwicklung flexibler Sensor-Patches zum Monitoring der orthetischen Versorgung der Wirbelsäule

Orthopädie-Technik-Service aktiv GmbH aus Greifswald

In der Therapie von Wirbelsäulenproblemen kommen Orthesen zum Einsatz, die in unterschiedlicher Ausprägung eine Stützund Korrekturfunktion übernehmen. Häufig werden diese Orthesen  durch  die  Patienten  nicht  korrekt  angelegt  oder  nicht konsequent getragen. Um den Patienten während der Therapie zu unterstützen, werden zuschneidbare Sensorpatches auf Basis smarter Textilien entwickelt, die zum flächigen Monitoring des  Anpressdrucks  von  Wirbelsäulenorthesen  unterschiedlicher Ausprägung genutzt werden kann. Der Arzt kann die von den Sensoren erfassten Daten auslesen und die Therapie optimieren. Der Patient erhält über einen eingebauten Aktor Informationen über den richtigen Sitz der Othese und kann gegebenenfalls Korrekturen vornehmen. Der Therapieerfolg kann somit gesteigert werden. 

www.ot-aktiv.de

CutSep – ein neuer, patentierter Ansatz zur Verhinderung von Kathetersepsis

Solvamed GmbH aus Rostock

Die Solvamed GmbH hat ein neues Verfahren zur Desinfektion des Stichkanals in der oberen Hautschicht beim Setzen von Kathetern entwickelt. Bestehend aus einem Applikator und Gel, reinigt „CutSep“ und schützt vor der Übertragung von Keimen auf den zentralen Venenkatheter und ähnlichen Instrumenten. Im Hinblick auf die CE-Zertifizierung wird eine klinische Studie durchgeführt und mit Hilfe entsprechender Marketingmaßnahmen die internationale Vermarktung angestrebt. 

 

GLOW – Der Gesundheitslotse im Thalasso-Seebad Warnemünde

Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde

Ziel des Projektes ist es, die gesundheitsfördernde Wirkung des Meeres und des Klimas stärker erlebbar zu machen und sie in buchbaren Paketen den Gästen des Seebades Warnemünde anzubieten. Dabei werden Service und Qualität der Angebote noch stärker in den Fokus gerückt indem spezifische Kundenbedürfnisse herausgearbeitet und die notwendigen organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Agieren im Markt geschaffen werden. Durch die Etablierung einer Schnittstelle zwischen Gast und lokalem Leistungsträger sowie entsprechender Marketingmaßnahmen wird sich Warnemünde als Thalasso-Standort profilieren.

www.rostock.de/tourismuszentrale-rostock-warnemuende

Sporosan - neuartiges Händedesinfektionsverfahren zur Bekämpfung von Krankenhausinfektionen

Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. aus Greifswald

Das Team Nebula Labs vom Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e. V. hat einen neuen Wirkstoff zur Händedesinfektion entwickelt, der neben multiresistenten auch sporenbildende Keime - gegen welche kein bislang zugelassenes Händedesinfektionsmittel wirkt - in Sekunden abtötet. Die zum Patent angemeldete Desinfektionstechnologie basiert auf einer innovativen Formel. Die erzeugte Substanz ist wasserbasiert, hautfreundlich und unbedenklich für die Umwelt. Im Rahmen des Projektes wird die Formulierung des Desinfektionsmittels finalisiert und ein geeignetes Spendersystem entwickelt.

www.inp-greifswald.de 

Sie haben Fragen zum „Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft“?

KatjaBusch

Projektmanagerin Gesundheitswirtschaft


+49 381-51 96 48 33