Strategiegruppe III „Gesundes Alter(n)“

1990 frisch gegründet, startete Mecklenburg-Vorpommern als das Bundesland mit der jüngsten Bevölkerung in die Einheit. In wenigen Jahren, so die Prognosen, wird es das Land mit dem höchsten Durchschnittsalter sein.

Eine gravierende Entwicklung, die nüchtern ausdrückt, welchen Herausforderungen sich Land, Kommunen, Institutionen und Unternehmen stellen mussten und weiter stellen müssen. Wie gelingt es in einer immer spärlicher besiedelten, ländlich geprägten Region die Versorgung der Bevölkerung mit Gesundheitsleistungen, Wohnungen, Bildungs-, Verkehrs- und Infrastrukturangeboten zu sichern? Wie können Unternehmen im Land ihren Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften sichern?

Zugleich steckt in diesem Prozess eine besondere Chance. Die Verhältnisse, wie sie heute auf Mecklenburg-Vorpommern vorzufinden sind, werden früher oder später auch andere Regionen Deutschlands und Europas treffen. Folglich werden Konzepte, Lösungen und Produkte, die sich hier bewährt haben, eine große Nachfrage erleben.

Das Gestaltungsfeld „Gesundes Alter(n)“ des „Masterplan Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern 2030“ beschreibt Produkte und Dienstleistungen für die ältere Bevölkerung als einen Markt mit stark wachsender Bedeutung für das Bundesland. Das betrifft nicht nur die Gesundheitswirtschaft, sondern eine Vielzahl von Branchen, deren Produkte und Leistungen dem Erhalt bzw. der Verbesserung und Wiederherstellung der Lebensqualität dienen und besonders von älteren Menschen, aber zunehmend auch von Menschen, die sich auf das Alter vorbereiten, erworben oder in Anspruch genommen werden.

Handlungsfeld Gesundes Alter(n)
Der Masterplan Gesundheitswirtschaft 2030 des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat das Themenfeld Gesundes Alter(n) als eines von fünf Handlungsschwerpunkten identifiziert und gibt Handlungsempfehlungen für die gezielte Entwicklung der Gesundheitswirtschaft des Landes in diesem Bereich. Ziel der Aktivitäten

  • Bündelung der Forschungsaktivitäten und Untersetzung durch Initiierung eines Landesforschungsschwerpunktes
  • Vermarktung von Mecklenburg-Vorpommern als „Land der Generationen“
  • Initiierung von Leitprojekten für die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen durch Unternehmen und Forschungseinrichtungen
  • Nutzung der wirtschaftlichen Potenziale im Pflegebereich

Für die Umsetzung dieser Zielstellungen engagiert sich die Strategiegruppe III des Kuratoriums Gesundheitswirtschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Wirtschaftliches Potenzial bieten sich entsprechend für Unternehmen aus Pflege, Gesundheitshandwerk und technologieorientierten Unternehmen, insbesondere für eHealth. Die Strategiegruppe wirkt mit daran, auch die Forschungsaktivitäten in diesem Bereich zu bündeln. Ein wesentliches Element ist ebenfalls die Vermarktung von Mecklenburg-Vorpommern als „Land der Generationen“.