Masterplan Gesundheitswirtschaft 2030

51 Masterplan Gesundheitswirtscha - Mecklenburg-Vorpommern 2030 auf dem Konzept der „Runden Tische“, in dem bereits in vier Mittelzentren die relevanten Akteure vernetzt wurden, sollen Verantwortliche in den Pilotregionen eingebunden werden und als Ansprechpartner vor Ort fungieren� Wichtig ist hierbei die Einbindung der Verwaltungsebene und eine Abstimmung zwischen kreis- und kommunaler Ebene� AKTIONSFELD 2: ENTWICKLUNG DER ORGANISATORISCHEN, RECHTLICHEN UND FINANZIELLEN RAHMENBEDINGUNGEN Die Versorgung mit Dienstleistungen jeglicher Art ndet in den Regionen oder auf kommunaler Ebene statt� Um den Innovationstransfer aus Wissenscha und Wirtscha hin zum Endverbraucher gewährleisten zu können, benötigt es kommunaler Ansprechpartner sowie Zuständig- und Verantwortlichkeiten� Diese müssen, falls nicht vorhanden, neu geregelt oder gescha en werden� Unser sektoral auf- gebautes Sozial- und Gesundheitssystem führt zu E zienz- und Reibungsverlusten bis hin zu einer unüberwindbaren Barriere für neue, sektorenübergreifend und bürgerzen- trierte Lösungen� Aufgabe in diesem Aktionsfeld ist es daher, Barrieren für die zu implementierenden Lösungen zu identi zieren, nach geeigneten Lösungen zu suchen und eine cross-funktionale Kommunikation zu installieren (siehe dazu auch Kap� 4�2)� Dies sollten im Wesentlichen die organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen betre en� Für die infrastrukturellen und organisatorischen Rahmen- bedingungen sind aufeinander abgestimmte Finanzierungs- konzepte notwendig� Die Finanzierung einzelner Lösungen (Services, Dienstleistungen, Technologien) liegt im Auf- gabenbereich des jeweiligen Geschä smodells� Hier ist in jedem Einzelfall abzuwägen, ob Leistungen aus ö entlichen Mitteln und/oder vom Endnutzer oder evtl� von einem Drit- ten (z� B� der Wohnungswirtscha = Investition in Langzeit- mieter) zum Einsatz kommen� Eine weitere Aufgabe in diesem Aktionsfeld ist es, Rahmen- bedingungen für ein selbstbestimmtes, lebenslanges Wohnen zu de nieren� Neuer Wohnraum sollte so gestal- tet sein, dass er ohne große Umbaumaßnahmen auf alle Lebenslagen und -phasen anpassbar ist� Für temporäre Bedarfe sollten auch „barrierefreie Wohnungen auf Zeit“ zur Verfügung stehen� Barrierefreiheit ist für neuen Wohnraum die neue Normalität� HANDLUNGSFELD 3: AUFBAU EINER KOORDINIERUNGSPLATTFORM FÜR DIGITALE GESUNDHEIT Die Digitale Transformation ermöglicht es, viele Dienstleis- tungen orts- und zeitunabhängig anzubieten� Ebenso bietet sie völlig neue Organisations- und Vernetzungsmöglichkei- ten� Durch den landesweiten Ausbau der Breitbandinfrastruk- tur sind die technischen Voraussetzungen für eine indivi- dualisierte Daseinsvorsorge in absehbarer Zeit gegeben, die durch diese neuen Möglichkeiten realisiert werden kann� Zentrale Themen in der Daseinsvorsorge sind die Gesund- heitsversorgung sowie Dienstleistungen rund um das Thema „Wohnen“� Digitale Plattformen werden in Zukun eine immer wichtigere Rolle spielen� Eine der größten Herausforderungen ist dabei, regionale Akteure in eine konkrete Plattform einzu- binden und so eine digitale Infrastruktur mit der Erbringung von Dienstleistungen vor Ort zu verknüpfen� 4. STRATEGISCHE GESTALTUNGSFELDER DER GESUNDHEITSWIRTSCHAFT

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