Masterplan Gesundheitswirtschaft 2030
52 BioCon Valley ® GmbH Gesundheitsplattformen sind laut der Studie „Future of Health 2“ von Roland Berger 70 die primäre, treibende Kraft in der Digitalen Transformation des Gesundheitswesens und sollen Teil der „nächsten Normalität“ werden, sowohl in der Versorgung als auch als Motor zukün iger Gesund- heitsmärkte� Telemedizin hat in MV eine lange Tradition� Es ist bisher jedoch nicht gelungen, die vielen Pilotprojekte in der Regelversorgung zu etablieren� Durch die Entwick- lung der „Digitale Gesundheitsanwendungen-Verordnung - DiGAV” und deren Verankerung in der Regelversorgung (u� a� durch die DiGAV 71 ), hat der Bund einen gesetzlichen Rah- men gescha en, um DiGA in die Regelversorgung zu brin- gen� Für eine individualisierte Daseinsversorgung spielen Gesundheitsplattformen und DiGA eine zentrale Rolle� Dafür sind die zentrale Koordination der bereits existierenden 70 Roland Berger: Future of Health 2 | The rise of healthcare platforms (2020). 71 Verordnung über das Verfahren und die Anforderungen zur Prüfung der Erstattungsfähigkeit digitaler Gesundheitsanwendungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (Digitale Gesundheitsanwendungen-Verordnung – DiGAV). 72 Vgl. Link: http://care4saxony.de/?p=3324 (Zugriff am 01.06.2022). 73 Vgl. ebd. Pilotprojekte sowie eine strategische Weiterentwicklung und auch die Fokussierung auf ein Umsetzungsmanage- ment notwendig� Durch den Au au einer landesweiten Plattform sollen Digitale Gesundheitsanwendungen und -dienstleistungen in die Fläche gebracht werden� Vorge- schlagen für die strategische Umsetzung wird das Reife- gradmodell für Telemedizin in Gemeinscha en (Telemedi- cine Community Readiness Modell (TCRM); vgl� Abbildung 5) 72 der Technischen Universität Dresden� Die hier zu errichtende Plattform ist primär als eine Koordinationsplatt- form und nicht als eine technische Plattform zu verstehen� Unterschiedliche technische Plattformen können wiederum Bestandteil der Koordinationsplattform sein� Abbildung 5: Telemedicine Community Readiness Modell (TCRM) 73 Erste kleinteilige Telemedizin- Pilotprojekte werden von Praktikern entwickelt. Einzelne Mitglieder der Gemeinscha (<10 %) wenden existierende Telemedizinlösungen an. Erste Evaluationsstudien sind geplant. Die kleinteiligen Telemedizin- Projekte werden zentral koordiniert. Ein kleiner Teil der Gemeinscha ( 10-50 %) unterstützt existierende Telemedizininitiativen und wendet existierende Telemedizinlösungen zögerlich an. Das Studiendesign für die Evalua- tionsstudien ist auf die Zielstellung der jeweiligen Telemedizininitiative angepasst. Großflächige Telemedizininitia- tiven werden von o zieller Seite (regionaler Administration) entwickelt. Ein kleiner Teil der Gemeinscha (10-50 %) unterstützt existierende Telemedizininitia- tiven und wendet existierende Telemedizinlösungen aktiv an. Erste Studien werden durchgeführt, es sind aber noch keine Ergebnisse vorhanden. Prozess und Struktur- beschreibung Status der Telemedizin- initiativen Reaktion der Gemeinscha Evidenz für Telemedizin in der Gemeinscha Level 1 VORPLANUNG chaotisch Level 2 VORBEREITUNG Koordiniertes Umfeld Level 3 INITIIERUNG kontrolliertes Umfeld
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