Masterplan Gesundheitswirtschaft 2030
50 BioCon Valley ® GmbH 4 . Chancen für soziale Teilhabe Soziale Teilhabe schützt vor Einsamkeit und Isolation� Ein aktives Leben trägt maßgeblich zur Gesunderhaltung bei� Die Entwicklung der individuellen Gesundheitskompetenz sowie digitaler Kompetenzen bei den Menschen als auch bei den Fachkrä en in der Gesundheits- wirtscha ist eine notwendige Voraussetzung für die Implementierung, Umsetzung sowie Anwendung von neuen Dienstleistungen und digitalen Technologien� Die soziale Einbettung und Vernetzung ist dessen gleichwertig und gilt es in gleichem Umfang zu fördern� 4.3.3. Handlungsfelder und Vorhaben zur Entwicklung des Gestaltungsfeldes Die Entwicklungen im technologischen Bereich schreiten sehr schnell voran� Um Innovationen in den Markt zu bringen, erfolgt daher eine Konzentration auf die notwendigen Struk- turen und Prozesse und nicht auf die Entwicklung konkreter Produkte� Vier Handlungsfelder sollen mit Aktionen bzw� Projekten bedient werden, um die Entwicklungsziele des Gestaltungsfeldes zu erreichen� Sie sind an vielen Stellen mit Handlungsfeldern der Querschnittsbereiche „Innovationen, Technologietransfer“ (siehe Kap� 5�4), „Digitale Transfor- mation“ (siehe Kap� 5�2) und „Ausbildung, Weiterbildung, Fachkrä egewinnung“ (siehe Kap� 5�1) verknüp , indem hier spezi sche Detaillierungen dargestellt sind� HANDLUNGSFELD 1: AUFBAU EINES AKTEUR-NETZWERKES RUND UM DAS THEMA SELBSTBESTIMMTES WOHNEN Der Wohnung als Lebensmittelpunkt der Menschen kommt eine dauerha e Schlüsselfunktion zu� Aber nicht allein ein barrierefreies, technikunterstütztes Wohnen sichert ein lebenslanges Wohnen in der eigenen Häuslichkeit� Ebenso wichtig sind neben dem Erfordernis der Mobilität, Dienst- leistungen rund um das Thema Wohnen, Gesundheitsver- sorgung und Pflege� Insbesondere für den ländlichen Raum sind diese Kernelemente der Daseinsvorsorge bedarfsgerecht abzusichern� Für DAS Gesundheitsland hat daher der soziale Lebensraum eine zentrale Bedeutung� Schwerpunkt in diesem Handlungsfeld ist der Au au eines Akteur-Netzwer- kes, welches aus Wohnungswirtscha , Gesundheitsdienst- leister und Kommunen besteht� Für diese Vernetzung ist eine Kommunikationsplattform für alle Umsetzungsakteure not- 69 Vgl. Link: https://www.digitalesmv.de/digitale-innovationszentren (Zugriff am 23.03.2021). wendig� Diese muss eine regionale (kommunale) Vernetzung der relevanten für die Umsetzung benötigten Akteure sowie auch eine Quervernetzung mit anderen Regionen zulassen� Dafür eignet sich eine digitale Plattform� Diese muss von Fachkrä en betreut werden, die die Umsetzungsakteure be- gleiten und Möglichkeiten zur cross-funktionalen Vernetzung scha en� HANDLUNGSFELD 2: AUFBAU EINES SYSTEMS FÜR DEN INNOVATIONSTRANSFER Ziel ist es, neue Erkenntnisse aus der Wissenscha möglichst schnell den Menschen zugängig zu machen und ein Verständ- nis dafür zu entwickeln, um die Investitionen in Forschung möglichst rasch zu amortisieren� In einer globalisierten Welt haben dabei existierende Lösungen aus anderen Regionen Vorrang vor Eigenentwicklungen� Etwas, was bereits vorhan- den ist, stellt keine Innovation mehr dar� Zur Innovation ge- hört immer die Exklusivität des Neuen� In diesem Sinne soll das Innovationstransfersystem primär zur Implementierung und Umsetzung von Lösungen genutzt werden und nicht für die Entwicklung von (technischen) Lösungen, die es wo- anders bereits gibt� Das System für den Innovationstransfer hat somit auch eine Steuerungsfunktion zur Vermeidung von Fehlinvestitionen in der Forschung für bereits vorhandene Lösungen� AKTIONSFELD 1: AUFBAU VON PILOTREGIONEN MV besteht zum größten Teil aus ländlichen Regionen� Primäres Ziel ist es daher, Lösungen für Regionen zu entwi- ckeln, die strukturell benachteiligt und am stärksten von den Herausforderungen betro en sind� In diesen Pilotregionen sollen neue Lösungen in den zu errichtenden Reallaboren getestet und implementiert werden� Die bereits vorhandene Infrastruktur soll hierbei in geeigneter Weise eingebunden werden� Insbesondere sei hier die Breitbandinfrastruktur erwähnt, welche eine Grundvoraussetzung für alle digitalen Lösungen ist� Aber auch die bereits existierenden Digitalen Innovationszentren 69 sollen mit eingebunden werden� Eine Vernetzung der Pilotregionen untereinander als auch mit Dritten sowie die Kooperation mit den Digitalen Innova- tionszentren muss hergestellt werden� Vorgeschlagen wird mindestens eine Pilotregion pro Landkreis� Somit soll sicher- gestellt werden, dass in allen Landesteilen Ansprechpartner für die handelnden Akteure vor Ort existieren� Eine Querver- netzung der Regionen untereinander fördert den Austausch von bereits erprobten Lösungen in anderen Regionen und verhindert ein Scheitern an Verwaltungsgrenzen� Au auend
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