Masterplan Gesundheitswirtschaft 2030
105 Masterplan Gesundheitswirtscha - Mecklenburg-Vorpommern 2030 MV ist seit Jahren durch Messebeteiligungen (Arab Health, MEDICA) oder Ministerreisen erfolgreich auf einigen Ziel- märkten vertreten� Um die Außenhandelsaktivitäten des Landes strategisch zu untersetzen, wird vorgeschlagen, eine einheitliche Internationalisierungsstrategie für die Gesund- heitswirtscha MV zu entwickeln� In diesem Zusammenhang werden folgende Entwicklungsziele angeregt: 1. Umkehrung des Trends der steigenden Abhängigkeit 2. Steigerung der Bruttowertschöpfung durch den Außenwirtscha sbereich 3. Langfristige Etablierung und Stärkung der Gesund- heitsmarke MV auf international relevanten Märkten Investitionen in neue internationale Märkte und die Unter- stützung der heimischen Gesundheitswirtscha auf den Zielmärkten zahlen sich sehr schnell aus� Sie sichern lang- fristig die Position der Unternehmen im Land und damit die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Gesundheitswirt- scha von MV� Der strukturelle Nachteil durch das historisch bedingte Fehlen von pharmazeutischen und chemischen Industriekapazitäten kann in den nächsten Jahren beispiels- weise durch vermehrte Anstrengungen in intelligente KI- basierte Technologien, die weltweit zum Einsatz kommen, ausgeglichen werden� Eine starke internationale Gesundheitswirtscha MV wird maßgeblich dazu beitragen, Arbeitsplätze zu sichern, neue zu scha en und langfristig die Wertschöpfung des Landes zu erhöhen� Im Ergebnis wird einerseits der Wohlstand in unserem Land erhalten und ausgebaut� Andererseits wird MV als Ganzes weltweit noch besser vernetzt� 5.4.2. Handlungsfelder und Vorhaben zur Entwicklung des Querschnittsbereichs Um eine Steigerung der Bruttowertschöpfung durch den Außenwirtscha sbereich der Gesundheitswirtscha zu bewir- ken, werden folgende Handlungsfelder de niert� HANDLUNGSFELD 1: INTERNATIONALISIERUNGSSTRATEGIE Ein landesweit einheitliches und in die Ziele des Master- plans 2030 eingebundenes Gesamtkonzept für die Gesund- heitswirtscha soll der Ausgangspunkt aller strategischen Maßnahmen zur Unterstützung der Internationalisierung der 126 “Middle East & North Africa“ (Nahost und Nordafrika). Zukun sbranche für MV sein� Es bildet die Grundlage des Handelns im Bereich der Außen- wirtscha der Gesundheitswirtscha � Dabei muss es stets an die sich teilweise weltweit rasant ändernden ökonomischen Veränderungen angepasst werden� Eine Umsetzung durch die BioCon Valley ® GmbH wird vorgeschlagen� Die Einbezie- hung relevanter Akteure (Außenwirtscha skreis, IHK etc�) ist erforderlich� Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie wird eine Fokussierung auf Bereiche und Regionen, die sich in den vergangenen Jahren als besondere Wachstumsfelder welt- weit herauskristallisiert haben, empfohlen� Schwellenländer bieten hohe Wachstumsraten� Ein Engagement in diesen Ländern ist teilweise mit sehr hohen Risiken verbunden� Diese können die Unternehmen aus MV – die zum großen Teil im Bereich der KMU angesiedelt sind – aktuell größten- teils nicht tragen� Die Schwerpunktsetzung in der zu erstellenden gesundheits- wirtscha lichen Internationalisierungsstrategie des Landes sollte sich daher grundsätzlich in den kommenden Jahren auf Regionen konzentrieren, die bereits heute für MV relevant sind� Ergänzend sollten solche einbezogen werden, bei denen infolge ihrer Wirtscha sleistung und damit verbunde- nen Kau ra der Bevölkerung eine prosperierende Entwick- lung der Gesundheitswirtscha zu erwarten ist� In diesem Zusammenhang sind sowohl Aktivitäten der Exportinitiative Gesundheitswirtscha der Bundesregierung als auch die Aktivitäten des Landes auf Grundlage der EU-Ostseestra- tegie zu berücksichtigen sowie das ostseeumspannende ScanBalt Netzwerk� Die Gesundheitswirtscha MV wurde bereits in der Vergangenheit erfolgreich durch die BioCon Valley ® GmbH in den oben genannten Initiativen vertreten� Auf dieser Grundlage werden für die kommenden Jahre folgende Regionen/ Länder vorgeschlagen, die entsprechend der Anforderungen der Akteure angepasst beziehungsweise ergänzt werden können: • EU-Länder, insbesondere der Ostseeraum • MENA-Region 126 , inkl� Israel • USA • Portugal • Asien, insbesondere China, Vietnam 5. GESTALTUNGSÜBERGREIFENDE HANDLUNGSFELDER DER GESUNDHEITSWIRTSCHAFT
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