Masterplan Gesundheitswirtschaft 2030

41 Masterplan Gesundheitswirtscha - Mecklenburg-Vorpommern 2030 HANDLUNGSFELD 3: VERNETZUNG UND KOOPERATION Um die Gesundheitsversorgung, insbesondere der älteren Bevölkerung zu verbessern, muss die Fallsteuerung durch ein übergeordnetes Fallmanagement in de nierten Re- gionalbereichen erfolgen� Weiterhin ist die Förderung des Ausbaus der Versorgungsstrukturen durch Clusterbildung notwendig� Durch regelmäßige Zusammentre en der Ver- antwortlichen in den Clustern sowie die Ausstattung der im Cluster tätigen Gesundheitsversorger mit zeitgemäßen Kommunikationsplattformen kann die kontinuierliche Abstimmung und der Wissenstransfer zu Gunsten der zu ver- sorgenden Bevölkerung optimiert werden� Das Gesundheitswesen in MV benötigt zudem eine weitere personelle Aufstockung (angelehnt an das bereits bestehende Modell der Pflegestützpunkte) , um auch beratende Funktionen gewährleisten zu können� Zwischen den bereits vorhandenen medizinischen Strukturen muss eine bessere Anbindung und eine e zientere Nutzung vorhandener Kompetenzen in den unterschiedlichen Versorgungsbereichen durch das Au re- chen sektoraler Grenzen unterstützt werden� Auch die Interaktion zwischen Akteuren der Gesundheitsver- sorgung und den Unternehmen der Gesundheitswirtscha soll zukün ig intensiviert werden� Vor allem Start-ups stehen dabei im Fokus� Für sie ist eine attraktive Förderkulisse Vorausset- zung, um neue und innovative Lösungen für die Gesundheits- versorgung und -erhaltung zu entwickeln (dazu siehe auch Kap� 5�3�2, Handlungsfeld 3)� Um die Kooperationen auch über unsere Landesgrenzen hinweg mit nationalen und internationalen Akteuren zu sta- bilisieren und auszubauen, wird an der im vorangegangenen Masterplan de nierten Internationalisierungsstrategie der Ge- sundheitswirtscha in diesem Gestaltungsfeld festgehalten� Über die vorhandenen Strukturen von Kammern, Verbänden, Körperscha en und Vereinen sowie der BioCon Valley ® GmbH lassen sich durch abgestimmte Ö entlichkeitsarbeit die vor- handenen Angebote und Möglichkeiten der Gesundheitsförde- rung publizieren und auch durch gezielte Ansprachen weiterer Zielgruppen erreichen� Ziel dabei ist es, die Attraktivi- tät regionaler Gesundheitsdienstleistungsangebote und somit die Exportquote zu steigern� Dies trägt zum gestaltungsfeld- übergreifenden Ziel der Internationalisierung der Gesundheits- wirtscha von MV bei (s� Kap� 5�4)� Um die Gesundheitsversorgung krisensicher aufzustellen, ist eine bessere Vorbereitung auf potenzielle Krisen- oder Katastrophenfälle notwendig� Dazu gehört u� a� die Sicherstel- lung von Risikoplänen für Gesundheitseinrichtungen ebenso wie die Scha ung strategischer Landesreserven� Zusätzlich ist eine intensive Kommunikation aufseiten der Behörden in Form einer schnelleren und umfangreicheren Informationsübermitt- lung im Krisenfall dauerha sicherzustellen� Die digitalen Mög- lichkeiten einer modernen e zienten Kommunikation sind übergreifend zu vereinbaren und aufzubauen� Um im Ernstfall die Gesundheitsversorger und die Bevölkerung mit persön- licher Schutzausrüstung ausstatten zu können und dabei nicht auf Lieferkapazitäten weltweiter Anbieter angewiesen zu sein, müssen regionale bzw� nationale Produktionsmöglichkeiten gescha en werden� Notfalldepots für die Sicherstellung der Versorgung mit Schutzausrüstung, hygienerelevanten Desin- fektionsmaterialien sowie lebensrelevanten Medikamentende- pots sind regional oder auf Landesebene anzulegen� Um die Sicherung und zukun sfähige Ausrichtung der sekto- renübergreifenden Gesundheitsversorgung voranzubringen, ist eine Mitgestaltung der Gesundheitspolitik auf der bundespoli- tischen Ebene durch Aktivitäten der Landesregierung MV un- abdingbar� Dazu müssen die Krä e im Land gebündelt werden� Eine ressortübergreifende Zusammenarbeit der Ministerien ist dafür unerlässlich� So unterstützt die interministerielle Arbeits- gruppe „Gesundheitsförderung und Prävention“ weiterhin und kontinuierlich die Entwicklung und Förderung von zeitgemä- ßen Präventions- und Gesundheitsförderungsangeboten zur Umsetzung der Gesundheitsziele für alle Lebensphasen – und somit auch für Unternehmen aller Branchen� 4. STRATEGISCHE GESTALTUNGSFELDER DER GESUNDHEITSWIRTSCHAFT

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