DeutschEnglish

Wildfrüchte

Produktentwicklung aus heimischen Wildfrüchten, u.a. Sanddorn

Wildfrüchte wie Sanddorn, Aroniabeere, Fruchtrosen, Scheinquitte oder Schlehe besitzen einen hohen Gehalt an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen und haben dadurch eine herausragende gesundheitliche Bedeutung für die Ernährung. Weiterhin zeichnen sie sich durch einen besonderen Geruch und Geschmack aus. Diese Früchte werden entweder bereits in Mecklenburg-Vorpommern angebaut oder sie sind dazu geeignet, so dass sie auch als regionaltypisches Produkt Mecklenburg-Vorpommerns erzeugt werden können.

Jedoch werden die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe durch die Verarbeitung der Früchte in Abhängigkeit verschiedener Einflussfaktoren, wie zum Beispiel der Temperatur oder des Sauerstoffgehalts zum Teil stark abgebaut. Einer Ausweitung des Angebotes an Wildfrucht-Produkten stehen einige Faktoren entgegen wie z.B. eine zu geringe Verfügbarkeit regionaler Rohware, fehlende Erntetechnologien oder zu hohe Säure- bzw. Bitterstoffanteile in einzelnen Obstarten. Zudem mangelt es an umfassendem Wissen über den Einfluss verschiedener Anbau-, Lager- und Verarbeitungsverfahren auf ihren Gehalt an gesundheitsfördernden sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Um empfindliche Inhaltsstoffe während der gesamten Haltbarkeit eines Produktes zu erhalten, sind teilweise besondere Technologien erforderlich, die für jede Produktgruppe neu adaptiert werden müssen. Dazu zählen z.B. Schutzgasverpackung, Mikroverkapselung oder Haltbarmachung durch Hochdruckbehandlung.

Die Entwicklung der Wildfruchtprodukte wird auf zwei Teilprojekte aufgeteilt. Zunächst sollen im Rahmen eines bereits beantragten Projektes mit dem Titel »Optimierung und Erweiterung des Produktions- und Verwertungspotentials heimischer Wildfruchtarten« die Voraussetzungen für eine zielgerichtete Entwicklung geschaffen werden. Im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft arbeiten hier die Baltic Consulting, die Hinrichs Pflanzenhandel GmbH, die LWS Agrarberatung GmbH, die Sanddorn Storchennest GmbH, der Wohlenberger Sanddorn Hofladen, die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei, Herr Dr. Friedrich Höhne als wissenschaftlicher Berater und die Hochschule Neubrandenburg zusammen. Im Wesentlichen geht es in diesem Projekt darum, den regionalen Anbau und die Vermarktung von verschiedenen Wildobstarten zu fördern. Weiterhin soll erforscht werden, wie die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe sowie deren charakteristische Geruchs-, Geschmacks- und Farbeigenschaften weitgehend bei der Verarbeitung der Früchte erhalten werden können.

Mit dem zweiten Teilprojekt »Produktentwicklung aus heimischen Wildfrüchten« sollen die überwiegend kleinen Erzeuger in Mecklenburg-Vorpommern in die Lage versetzt werden, in Zusammenarbeit mit Hochschulen innovative und landestypische Produkte anzubieten. Diese werden aufgrund ihrer hohen gesundheitlichen und sensorischen Qualität gute Chancen haben, neue Absatzmärkte zu erschließen und auch für die Gesundheitswirtschaft und den Tourismus im Land von Bedeutung sein.

Ansprechpartner

Denis Rehfeldt
BioCon Valley® GmbH
Friedrich-Barnewitz-Straße 8
18119 Rostock
Tel.: +49 381 51 96 49 56
E-Mail: dr[at]bcv.org

Hinweis für Mitglieder des Kuratoriums

Mit Blick auf die neue Berufungsperiode ab Sommer 2017 wird der Mitgliederbereich der Kuratoriumswebseite derzeit überarbeitet. Sollten Materialien aus dem Mitgliederbereich benötigt werden, wenden Sie sich gern an Herrn Rehfeldt.

Ansprechpartner

Prof. Peter Meurer
Lebensmitteltechnologie
Hochschule Neubrandenburg
Telefon: 0395 5693-2504
E-Mail: meurer@hs-nb.de
Web: www.hs-nb.de