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InnoAquaTech

Mit innovativen und umweltschonenden Aquakulturtechnologien Wirtschaft und Wissenstranfer im Ostseeraum stärken.

Ziel des Projekts ist die Stärkung der wirtschaftlichen Anwendung umweltfreundlicher Aquakulturverfahren im südlichen Ostseeraum. Durch den Vergleich und die Bewertung unterschiedlicher Produktionstechnologien zur Seafoodproduktion (innovativer und nachhaltiger Aquakultur-Technologien) in den Partnerländern Dänemark, Litauen, Polen und Deutschland sollen die für den jeweiligen Standort in Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit optimalen Verfahren erfasst werden. Der Know-how-Transfer soll grenzüberschreitend verbessert und den kleinen und mittleren Unternehmen zur Nutzung erschlossen werden.

Durch die Etablierung von optimierten Kreislaufanlagen (RAS) an Land soll der zunehmende Bedarf an Fisch und aquatischen Produkten aus der Region gedeckt werden bei gleichzeitiger Anwendung umweltschonenderer Produktionsmethoden.

Vier Pilotprojekte sind derzeit in der Projektierung:

  • Pilot 1: Eine saubere Garnelenproduktion für die Südliche Ostseeregion
  • Pilot 2: Regionale Garnelenproduktion in Kreislaufanlagen im Raum Pommern
  • Pilot 3: Das Fischglashaus als Datenfabrik für moderne Aquaponiksysteme
  • Pilot 4: Die optimierte Fisch- und Mikroalgenproduktion unter kontrollierten Bedingungen

BioCon Valley ist als Leadpartner für das Projektkonsortium aktiv.

Projektstart: 1. Juli 2016

Projektseite:
www.innoaquatech.eu

März 2017

InnoAquaTech zu Gast in Gdynia

Besichtigung der Aquafarm in Lebork/PL, Foto: BCV/Valentin Eckart

Auf dem zweiten Partnertreffen Ende März 2017 in Gdynia wurden die geplanten Pilotprojekte konkretisiert und die Details zu den grenzübergreifenden Zusammenarbeiten erörtert. Neben der internen Zusammenarbeit der Projektpartner, ist hier die Kooperation zwischen der Garnelenfarm Grevesmühlen und der Universität Danzig besonders hervorzuheben. Hierbei greifen die polnischen Wissenschaftler Fragestellungen des Garnelenproduzenten auf um den Kultivierungsprozess zu optimieren. Im Gegenzug liefern die Betreiber aus Grevesmühlen die Proben und das nötige Know-how zur Garnelenhälterung.

Ein weiteres Highlight auf der dreitägigen Veranstaltung war der Besuch der Forellenfarm „K-2“ in Kębłowo Nowowiejskie, ca. 60 km westlich von Gdynia. Marcin Juchniewicz, Betreiber und Sohn des Geschäftsführers der Anlage, erläuterte wie es ihnen gelang, aus einer alten traditionellen Durchflussanlage mit Zugang zu einem Bachlauf ein modernes und weitestgehend automatisiertes System mit RAS-Technologie zu realisieren.  Dieses basiert auf einem ausgeklügelten Luftheberprinzip, wodurch die Wasserzirkulation, Sauerstoffanreicherung sowie das Abscheiden von Fischkot und Futterresten gewährleistet wird. Das aufbereitete Abwasser gelangt in Sedimentationsbecken und wird anschließend wieder dem angrenzenden Bach zugeführt. Der dabei anfallende Schlamm wird ausgehoben, getrocknet und der Öffentlichkeit als natürlicher Dünger bereitgestellt. Dieses nachhaltige Verfahren und der durch Automation reduzierte Arbeitsaufwand machen die Farm zu einem guten Beispiel für ökonomische und ökologische Aquakultur in der Südlichen Ostseeregion.

Das am 29. März 2017 organisierte Training zum Thema „Innovative Aquaculture Solutions“ richtete sich an Akteure aus der Aquakulturbranche und wurde ebenfalls von der Universität Danzig am Institut für Ozeanographie in Gdynia abgehalten. Nicht nur die Projektvorstellung zu InnoAquaTech stand auf dem Programm, sondern auch Präsentationen von geladenen Gastsprechern.

Nähere Informationen entnehmen Sie unserem aktuellen Newsletter (englisch).

»weitere Projektnews

Kurzüberblick InnoAquatech

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Ansprechpartner

Dr. Heinrich Cuypers
Tel.: +49 3834 515-108
E-Mail: hc@bcv.org

Valentin Eckart
Tel.: +49 3834 515-302
E-Mail: ve@bcv.org

 

 

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